Chronische Schmerzen können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. In unserem modernen ORTHOPÄDIE ZENTRUM verfügen wir aufgrund unserer Expertise als einziges orthopädisches Zentrum in Hannover über die Zusatzbezeichnung und zugleich Weiterbildungsermächtigung der Ärztekammer für „spezielle Schmerztherapie“ und bieten innovative und ganzheitliche Therapiemöglichkeiten. Unser Ziel ist es, Ihre Beschwerden effektiv zu lindern und Ihre Bewegungsfreiheit wiederherzustellen.
Unser erfahrenes Team aus Spezialisten für Schmerztherapie entwickelt für Sie individuell abgestimmte, interdisziplinäre Behandlungskonzepte. Dabei kombinieren wir moderne medizinische Verfahren mit bewährten Methoden. Von minimalinvasiven, interventionellen Eingriffen bis hin zu gezielten Rehabilitations-Programmen und von ambulanter bis stationärer Schmerztherapie – wir unterstützen Sie auf Ihrem Weg zu echter Lebensqualität.
In unserem ORTHOPÄDIE ZENTRUM begegnen wir täglich verschiedenen Arten von Schmerzen. Jede Schmerzart hat ihre eigenen Charakteristika und unterschiedliche Auswirkungen auf das Wohlbefinden unserer Patienten. Unser Ziel ist es, die individuellen Beschwerden genau zu verstehen und maßgeschneiderte Therapieansätze zu entwickeln. Dabei berücksichtigen wir stets die persönliche Situation und die Bedürfnisse unserer Patienten. Zu den häufigsten Schmerzen/Symptomen zählen u.a.:
Rückenschmerzen können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Sie reichen von vorübergehenden Beschwerden bis hin zu chronischen Zuständen, die eine umfassende Behandlung erfordern.
Gelenkschmerzen betreffen viele unserer Patienten und können in unterschiedlichen Körperregionen auftreten. Ob Knie, Hüfte oder Schulter – Gelenkbeschwerden schränken oft die Beweglichkeit ein und beeinflussen den Alltag spürbar.
Eine besondere Herausforderung stellen Nervenschmerzen dar. Diese oft als besonders intensiv empfundenen Beschwerden erfordern eine sorgfältige Diagnostik und ein spezialisiertes Behandlungskonzept.
Für eine präzise Diagnose setzen wir verschiedene bildgebende Verfahren ein. Die Entscheidung hängt immer vom klinischen Kontext und den spezifischen diagnostischen Anforderungen ab. Die Basis jeder Diagnostik sind immer eine körperliche Untersuchung und ein ausführliches Gespräch.
Ausführliche Befragungen des Patienten zur Erfassung der Krankengeschichte, aktuellen Beschwerden und relevanten Lebensumstände bilden die Grundlage für eine zielgerichtete Diagnostik und individuelle Therapieplanung.
Röntgenaufnahmen ermöglichen einen ersten Überblick über die Strukturen der Wirbelsäule.
Magnetfelder und Radiowellen liefern detaillierte Bilder von Weichgeweben, wie Rückenmark, Bandscheiben und Nerven.
Mittels Röntgenstrahlen werden mehrere Bilder oder Schichten der Wirbelsäule erzeugt, um hochauflösende Bilder der Knochenstrukturen und der Weichteile zu erhalten.
Die detaillierten Erfassung von Schmerzintensität, -lokalisation und -qualität sowie deren Auswirkungen auf Alltag und Lebensqualität der Patienten hilft uns, die Schmerzen spezifisch zu therapieren.
Spezielle Untersuchungsmethoden und Testverfahren zur objektiven Bewertung von Schmerzempfinden, Funktionseinschränkungen und psychosozialen Faktoren ermöglichen eine umfassende Einschätzung des Schmerzbildes und unterstützen die Therapieplanung.
Als Experten für Schmerztherapie bieten wir Ihnen im ORTHOPÄDIE ZENTRUM ein breites Spektrum ambulanter Therapiemöglichkeiten.
Injektionstherapien
Kortison, Hyaluron und ACP/PRP setzen wir je nach Befund und Therapieziel unterschiedlich ein. Gemeinsam ist: Es handelt sich um lokal wirksame Behandlungen, die vor allem dann sinnvoll sind, wenn eine klar umschriebene Struktur (Gelenk, Schleimbeutel, Sehnenansatz) die Beschwerden verursacht und eine gezielte Therapie „am Ort des Geschehens“ helfen kann.
Kortison-Injektionen kommen typischerweise bei entzündlich geprägten Reizzuständen zum Einsatz – zum Beispiel bei aktivierten Gelenkbeschwerden (Schwellung/Erguss), entzündlichen Kapsel-/Schleimbeutelreizungen oder ausgeprägten lokalen Entzündungszeichen. Ziel ist, Entzündung und Schmerz zuverlässig zu beruhigen und Bewegung wieder zu erleichtern. In Leitlinien zur Kniearthrose werden intraartikuläre Kortikosteroide als Option zur symptomatischen Behandlung eingeordnet.
Hyaluron-Injektionen werden vor allem bei verschleißbedingten Gelenkbeschwerden (Arthrose) eingesetzt, wenn mechanische Schmerzen und Steifigkeit im Vordergrund stehen. Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil der Gelenkflüssigkeit und wirkt dort als „Gleitmittel“ und Stoßdämpfer; als Injektion soll sie die Gelenkfunktion unterstützen und Beschwerden reduzieren.
ACP/PRP (Eigenbluttherapie) wird häufig bei chronischen Reizzuständen von Sehnen und Sehnenansätzen sowie in ausgewählten Gelenksituationen eingesetzt, wenn Regeneration und Heilungsunterstützung im Vordergrund stehen. Dafür wird aus einer kleinen Blutentnahme plättchenreiches Plasma gewonnen und in die betroffene Region injiziert, um körpereigene Reparaturprozesse zu fördern.
Radiofrequenzablation (RFA) an peripheren Gelenken
Die Radiofrequenzablation (RFA, auch „Denervation“) ist ein minimalinvasives Verfahren der interventionellen Schmerztherapie bei chronischen, klar gelenkbezogenen Schmerzen. Über eine feine Sonde werden ausgewählte, schmerzleitende sensible Nervenäste, die ein Gelenk versorgen, gezielt mit Radiofrequenzenergie behandelt. Dadurch kann die Weiterleitung von Schmerzsignalen deutlich reduziert werden, ohne dass das Gelenk selbst operiert oder „versteift“ wird. Die Behandlung erfolgt in der Regel ambulant, unter lokaler Betäubung und mit Bildgebung zur präzisen Platzierung.
Typische Einsatzgebiete sind anhaltende Gelenkschmerzen – häufig bei Verschleiß (Arthrose) – wenn konservative Maßnahmen (z. B. Physiotherapie, Training, Medikamente, Injektionen) nicht ausreichend helfen und eine Operation nicht gewünscht ist oder (noch) nicht in Frage kommt. Häufig wird vor der Ablation mit einer Testinjektion („diagnostischer Block“) geprüft, ob die anvisierte Nervenversorgung tatsächlich der relevante Schmerzgenerator ist.
Standard thermische Denervation vs. Cooled Radiofrequenz
Beide Verfahren verfolgen dasselbe Ziel: schmerzleitende, sensible Gelenkäste so zu behandeln, dass die Schmerzleitung deutlich reduziert wird. Der Unterschied liegt vor allem in der Größe des behandelten Areals.
Standard thermische RFA: Die Wärme entsteht an der Sondenspitze und erzeugt eine klar begrenzte Läsion um die aktive Zone. Das Verfahren ist etabliert und eignet sich besonders, wenn die Zielnerven sehr präzise lokalisiert werden können.
Cooled Radiofrequenz (CRFA): Die Sonde wird intern gekühlt. Dadurch kann die Energieverteilung im Gewebe ein größeres, „volumigeres“ Behandlungsareal erzeugen – praktisch eine größere „Trefferzone“. Das kann insbesondere an Gelenken mit anatomisch variabler Nervenversorgung (z. B. am Knie) von Vorteil sein.
Typische Einsatzorte: periphere Gelenke wie Knie, Hüfte und Schulter; darüber hinaus wird RFA auch an der Wirbelsäule (z. B. Facettengelenke) eingesetzt.
Erwartbarer Nutzen (Studienlage, vereinfacht): In Studien berichten viele Patientinnen und Patienten über eine klinisch relevante Schmerzlinderung und bessere Funktion. Je nach Gelenk, Methode und Auswahlkriterien wird häufig eine deutliche Schmerzminderung (teils ≥50%) für etwa 6–12 Monate beschrieben. Bei der cooled Radiofrequenz (CRFA) sind – je nach Region und Studie – auch längere Effekte bis zu 24 Monaten berichtet.
Kniegelenk
Beim Knie richtet sich die RFA häufig an gelenknahe Nervenäste (genikuläre Nerven). Ziel ist, belastungsabhängige Arthroseschmerzen zu reduzieren und die Gehstrecke, Treppensteigen und Alltagsbelastungen zu erleichtern – insbesondere, wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichend helfen oder ein operativer Eingriff (noch) nicht im Vordergrund steht.
Hüftgelenk
An der Hüfte werden sensible Gelenkäste im Bereich der vorderen Hüftkapsel adressiert. Die Behandlung wird typischerweise bei chronischen Hüftgelenkschmerzen (häufig degenerativ bedingt) eingesetzt, um Schmerzspitzen bei Belastung zu reduzieren und Beweglichkeit sowie Aktivität im Alltag zu unterstützen.
Schulter
An der Schulter kann RFA bei anhaltenden, gelenkbezogenen Schmerzen in Betracht kommen, z. B. bei degenerativen Veränderungen oder chronischen Reizzuständen. Behandelt werden gelenknahe sensible Nervenäste; Ziel ist eine spürbare Schmerzlinderung, damit ein aktiver Aufbau (Physiotherapie/Übungsprogramm) wieder besser möglich ist.
Nachbehandlung
Nach der Behandlung empfehlen wir meist eine kurzfristige Schonung und anschließend einen gezielten Aufbau (Bewegung/Physiotherapie), damit die Schmerzlinderung in stabile Funktion umgesetzt wird.
Die medikamentöse Therapie im Bereich Schmerztherapie umfasst den gezielten Einsatz von Schmerzmitteln, entzündungshemmenden Medikamenten und muskelentspannenden Präparaten. Sie zielt darauf ab, Schmerzen zu lindern, Entzündungen zu reduzieren und die Beweglichkeit zu verbessern, um den Heilungsprozess zu unterstützen und die Lebensqualität zu steigern.
Diese traditionelle chinesische Heilmethode verwendet feine Nadeln, die an spezifischen Punkten des Körpers platziert werden. Durch die Stimulation dieser Punkte können Schmerzen gelindert und das allgemeine Wohlbefinden verbessert werden. Akupunktur kann auch zur Entspannung der Muskulatur und Förderung der Körperbalance beitragen.
Mit präzisen Handgriffen mobilisieren unsere Experten Wirbelsäule und Gelenke. Durch sanfte Bewegungen und Dehnungen werden Blockaden gelöst und die Beweglichkeit verbessert. Die manuelle Therapie kann Schmerzen reduzieren und die Körperhaltung optimieren.
Physiotherapie ist eine aktive unterstützende Behandlungsmethode, die durch gezielte Übungen, manuelle Techniken und physikalische Anwendungen dazu beiträgt, die Beweglichkeit zu fördern und Schmerzen zu reduzieren. Sie stärkt die Muskulatur, verbessert die Körperwahrnehmung und unterstützt Patienten dabei, optimale Bewegungsmuster wiederzuerlangen oder zu erlernen.
Die Infusionstherapie beinhaltet die intravenöse Verabreichung von Medikamenten oder Nährstoffen zur Behandlung orthopädischer Beschwerden. Sie wird eingesetzt, um Schmerzen zu reduzieren, Entzündungen zu bekämpfen oder die Durchblutung zu verbessern.
Für einen stationären Aufenthalt verfügen wir seit vielen Jahren über Belegbetten in der Sophienklinik, wo sich unser modernes Schmerzzentrum befindet. Hier behandeln wir Patienten mit chronischen Schmerzen und Beschwerden im Rahmen eines unimodalen oder multimodalen Therapiekonzepts:
Eine unimodale Therapie ist ein kurzer stationärer Aufenthalt bei akuten Schmerzen. Dieser erfolgt in der Sophienklinik und besteht in der Regel aus ganzheitlichen Schmerztherapieverfahren, wie Krankengymnastik, Massagen, Thermopackungen, Stufenbettlagerung, sakraler Umflutung und Schmerzinfusionen.
Ein multimodaler Ansatz hingegen wird bei chronischen Schmerzen angewendet und umfasst ca. 8 Tage stationären Aufenthalt in der Sophienklinik. Hier werden ganzheitliche Therapieformen und Sportübungen kombiniert, um Schmerzen zu reduzieren, die Funktionsfähigkeit zu verbessern und die Lebensqualität der Patienten zu steigern.